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Schlafüberwachung

Schlafüberwachung

Die erweiterte Schlafüberwachung auf kompatiblen Garmin-Geräten berücksichtigt mehrere Faktoren, damit du deinen Schlaf besser verstehen kannst1. Zusätzlich zu grundsätzlichen Informationen, wie Einschlaf- und Aufwachzeit, kannst du sehen, wie oft du aufgewacht bist und wie viel Zeit du in wichtigen Schlafstadien (leicht, tief, REM) verbracht hast. Außerdem siehst du, wann diese Stadien während der Nacht eingetreten sind.

Schlafzeiten und Schlafstadien werden durch eine Kombination aus Daten zu Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität und Körperbewegungen identifiziert. Während der Einrichtung eingegebene Daten zum Alter sowie vom Gerät erfasste persönliche physiologische Referenzwerte bieten wertvolle Einblicke für die Analyse und optimieren die Zuverlässigkeit der Schlafüberwachung.

Kompatible Garmin-Geräte zeichnen außerdem die Atemfrequenz und die Sauerstoffsättigung des Bluts (Pulsoxymetrie) während der Nacht auf. Die Aufnahme dieser Daten in das Schlafdiagramm ermöglicht eine umfassendere Ansicht des Schlafs.

Informationen zum Schlaf

Der Schlaf ist für dein körperliches und geistiges Wohlbefinden unerlässlich. Regelmäßig ausreichend und gut zu schlafen fördert die Gesundheit, kann die Stimmung verbessern, hilft dabei, den größten Nutzen aus Sport zu ziehen, und bietet viele weitere Vorteile.

Sieh dir deine Schlafdaten an und suche nach langfristigen Veränderungen und Trends. So erhältst du Einblicke in die oft komplexe Beziehung zwischen deinen Aktivitäten, wenn du wach bist, und der Qualität deines Schlafs in der Nacht.

Wer eine Nacht schlecht schläft, findet in dem Moment schnell eine einfache Erklärung dafür. Die Erkennung langfristiger Trends kann aber ein starker Motivator für dauerhafte Veränderungen sein. Wenn alles gut läuft, hilft dir die Zuversicht, dass du nachweislich auf dem richtigen Weg bist.

Schlafwert

Bestimmte Garmin-Geräte mit erweiterter Schlafüberwachung bieten auch einen Schlafwert. Werte aus der Nacht (von 0 bis 100) können mit persönlich angepassten Insights kombiniert werden, die aus deinen eigenen Aktivitäts- und Lifestyle-Daten abgeleitet werden. Diese Tipps werden angezeigt, wenn eine Möglichkeit identifiziert wird, dir näherzubringen, wie sich Faktoren wie tägliche Stresslevel, Aktivitätsmuster und Schlafenszeiten auf deinen Schlaf ausgewirkt haben.

Berechnung des Schlafwerts

Die Berechnung des nächtlichen Schlafwerts basiert auf einer Kombination der Schlafdauer und Faktoren für die Schlafqualität. Die Schlafdauer wird mit weltweit akzeptierten, altersbasierten Empfehlungen verglichen2. Die in den Schlafwert einfließende Schlafqualität beruht auf einer Kombination aus Schlafarchitektur, Stressdaten, Unterbrechungen während der Nacht sowie anderen Faktoren3.

Die Schlafarchitektur beschreibt, wie viel Zeit du im leichten, tiefen und REM-Schlaf verbracht hast sowie die Muster, die sich durch die Übergänge zwischen diesen Schlafstadien während der Nacht gebildet haben. Der in den Wert einfließende Stress ist eine Analyse der Herzfrequenzvariabilität. Sie wird interpretiert, um das Gleichgewicht zwischen sympathischer und parasympathischer Aktivität in deinem vegetativen Nervensystem aufzudecken. Wenn deine Herzfrequenz im Vergleich zu normalen Werten niedrig und die Herzfrequenzvariabilität hoch ist, deutet dies stark auf eine Dominanz des Parasympathikus hin. Das bedeutet, dass dein Körper gestresst ist und aktiv Ressourcen ersetzt, die während des Tages erschöpft wurden.

Andere Faktoren, die zum Schlafwert beitragen, umfassen Unruhe, wie oft du länger als 5 Minuten wach warst sowie die Gesamtzeit, die du wach warst.

Schlafstadien

In einem Schlaflabor werden die Schlafstadien anhand bestimmter Gehirnwellen- und neuronaler Aktivitätsmuster identifiziert. Diese Muster sind physiologisch in der Regel durch Veränderungen von Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität und Atemmustern zu erkennen. Die Identifizierung dieser physiologischen Veränderungen während des Schlafens liefert wertvolle Hinweise zum Erkennen der Schlafstadien im echten Leben, also außerhalb eines Schlaflabors.

Studien deuten darauf hin, dass jedes Schlafstadium eine Rolle bei der geistigen und körperlichen Erholung spielt.

Leichter Schlaf (N1, N2)

Der leichte Schlaf ist das erste Schlafstadium. Augen- und Muskelbewegungen nehmen während des leichten Schlafs ab, wenn sich der Körper auf den tiefen Schlaf vorbereitet.

Tiefschlaf (N3)

Beim Wechsel zum tiefen Schlaf hören Augen- und Muskelbewegungen gänzlich auf. Die Herzfrequenz und die Atmung werden langsamer. Jetzt wird es schwierig, dich zu wecken, und du bist nach dem Aufwecken desorientiert. Es besteht allgemein Einigkeit darüber, dass der tiefe Schlaf einen vielfältigen gesundheitlichen Nutzen hat. Beispielsweise kann er die Muskelregeneration unterstützen.

REM-Schlaf (Rapid Eye Movement)

Der REM-Schlaf gilt als letztes Schlafstadium des Schlafzyklus. Während des REM-Schlafs kommt es häufig zu Träumen. REM-Schlafstadien sind gewöhnlich zunächst kurz und werden im Laufe der Nacht immer länger. Es wird davon ausgegangen, dass das Gehirn im REM-Schlaf die Möglichkeit hat, Geschehnisse zu verarbeiten. Er kann sogar mit dem Erlernen neuer Fähigkeiten in Zusammenhang gebracht werden.

Wachzustand

Im Allgemeinen ist es am besten, die Nacht durchzuschlafen und nur wenig oder gar nicht aufzuwachen.

Bewegungsbasierte Schlafüberwachung

Ältere Garmin-Geräte sowie Geräte ohne integrierte Funktion für die Herzfrequenzmessung am Handgelenk, nutzen die bewegungsbasierte Schlafüberwachung für die Analyse der mit einem Beschleunigungsmesser aufgezeichneten Handgelenk- oder Körperbewegungen. Dieser Algorithmus nutzt auch die Uhrzeit und bietet allgemeinere Einblicke in den Schlaf. Er kann abschätzen, ob du wach bist, leicht schläfst oder aber tiefer schläfst. Die Erkennung bestimmter Schlafstadien ist mit diesen Geräten jedoch nicht möglich.

Support für die Schlafüberwachung

1Siehe Garmin.com/ataccuracy
2"National Sleep Foundation's updated sleep duration recommendations: final report", Sleep Health, Band EPub, 31. Oktober 2015, S. 233-243 ff., 2015.
3National Sleep Foundation, "National Sleep Foundation's sleep quality recommendations: first report", Sleep Health, Band 3, Nr. 1, S. 6-19 ff.