Cycling Dynamics und physiologische Messwerte

Wenn du wichtige Aspekte deines Fortschritts bei Radfahr- und Sportaktivitäten im Auge hast, erhältst du einen besseren Einblick in deinen aktuellen Leistungszustand. Außerdem erfährst du, wie du vorgehen musst, um weiterhin gute Leistungen zu erbringen oder um dich zu verbessern. Bestimmte Garmin-Geräte erfassen während deines Trainings Daten, um dir diese Radfahrdaten und physiologischen Messwerte bereitzustellen. Beachte, dass zum Erhalt einiger dieser Messwerte zusätzliche Sensoren erforderlich sind, beispielsweise ein Leistungsmesser und ein Herzfrequenz-Brustgurt. Wenn das Gerät Statistiken anzeigt und du deren Bedeutung kennenlernen möchtest, bist du hier genau richtig. Wofür kannst du diese berechneten Informationen verwenden? Das bleibt dir überlassen, allerdings hätten wir einige Vorschläge.

Physiologische Messwerte

Trainingszustand

Der Trainingszustand bietet einen Überblick über deine langfristigeren Trainingsgewohnheiten. Auf diese Weise erhältst du hilfreiche Einblicke in den tatsächlichen Nutzen deines Trainings.

Das Display eines Edge-Geräts mit Anzeige des Trainingszustands. Die Berechnung wird von Firstbeat bereitgestellt und nutzt mehrere Dimensionen deiner individuellen Physiologie. Sie bezieht Änderungen des Fitnesslevels (VO2max), die aktuelle Trainingsbelastung (7 Tage) sowie Veränderungen der Trainingsbelastung ein, damit du bessere Entscheidungen bezüglich deines Trainings treffen kannst.

Einfach ausgedrückt: Wenn du mit dem Training aufhörst, verschlechtert sich dein Fitnesslevel. Abhängig von deiner vorherigen Trainingsbelastung, kann eine Unterbrechung der normalen Trainingsroutinen jedoch zu einem besseren Fitnesslevel führen. Dementsprechend wird davon ausgegangen, dass ein regelmäßiges hartes Training dein Fitnesslevel verbessert. Aber Vorsicht! Wenn du zu oft zu hart trainierst, nimmt dein Fitnesslevel aufgrund der Überbelastung ab.

Hier ist ein Beispiel, wie dies funktioniert. Angenommen, du hast einige Wochen lang regelmäßig trainiert und hast deinen Trainingszustand abgesehen von normalen, geringfügigen Höhen und Tiefen trotzdem verbessert. Dieser Trend wird automatisch identifiziert und dein aktuelles Training wird als “Formaufbau” eingestuft. Allerdings könntest du auch sehr hart trainieren, jedoch feststellen, dass dein Trainingszustand abnimmt. In diesem Fall würde dein Training als “Überbelastung” eingestuft werden und dir würde empfohlen werden, zusätzliche Erholungszeiten einzulegen.

Die anerkannten Trainingszustände sind im Folgenden aufgeführt.

Das Display eines Edge-Geräts mit Definitionen für die anerkannten Trainingszustände. Höchstform – Du bist ausgezeichnet auf Wettkämpfe vorbereitet. Die vor Kurzem reduzierte Trainingsbelastung ermöglicht es deinem Körper, sich zu erholen und ein vorheriges Training auszugleichen. Dieser optimale Zustand kann nur für eine kurze Zeit aufrechterhalten werden.

Formaufbau – Mach weiter so. Die Trainingsbelastung trägt zur Verbesserung deines Trainingszustands bei. Es ist wichtig, dass du Erholungszeiten in das Training einbaust, um dein Fitnesslevel beizubehalten.

Formerhalt – Die aktuelle Trainingsbelastung ist ausreichend, um dein Fitnesslevel beizubehalten. Wenn du dich verbessern möchtest, ergänze dein Training durch andere Aktivitäten oder steigere das Trainingsvolumen.

Erholung – Die geringere Trainingsbelastung ermöglicht es deinem Körper, sich zu erholen. Dies ist sehr wichtig, wenn du über einen längeren Zeitraum hart trainierst. Erhöhe die Trainingsbelastung wieder, wenn du dich dazu bereit fühlst.

Unproduktiv – Deine Trainingsbelastung ist gut, allerdings verschlechtert sich dein Fitnesslevel. Eventuell erholt sich dein Körper nur schwer. Achte auf deinen allgemeinen Gesundheitszustand, einschließlich Stress, Ernährung und Erholung.

Formverlust – Seit mindestens einer Woche trainierst du deutlich weniger als normal. Dies wirkt sich auf deine Leistung aus. Versuche, die Trainingsbelastung zu erhöhen, um Verbesserungen festzustellen.

Überbelastung – Die Trainingsbelastung ist sehr hoch und ist kontraproduktiv geworden. Dein Körper muss sich erholen. Gib dir Zeit zum Erholen, indem du ein leichteres Training in deinen Trainingsplan aufnimmst.

Kein Zustand – In der Regel ist ein Trainingsprotokoll von ein oder zwei Wochen erforderlich, darunter kürzliche Aktivitäten mit VO2max-Berechnungen, um den Trainingszustand zu berechnen.

VO2max

Das Display eines Edge-Geräts mit Anzeige von VO2max-Daten. Die VO2max ermöglicht es dir, deinen eigenen Fitnesslevel visuell anzuzeigen, ihn zu verstehen und ihn vor allem zu beeinflussen. Der Wert repräsentiert die maximale Rate, mit der du Sauerstoff aufnehmen, zu den Muskeln transportieren und ihn effizient als aerobe Energie verwerten kannst. Für dich persönlich stellt der Wert ein bemerkenswertes und vielfältiges Hilfsmittel dar, das verschiedene gesundheitliche und leistungsbezogene Auswirkungen hat.

Bei VO2max-Werten gilt, dass niedrigere VO2max-Werte einen schlechteren Fitnesslevel kennzeichnen, während höhere VO2max-Werte auf eine größere Leistungsfähigkeit hindeuten. Ebenso wie bei vielen anderen Aspekten im Hinblick auf die körperliche Leistung spielen die Gene eine Rolle dabei, wie effizient dein Körper Sauerstoff verwertet. Dies wirkt sich wiederum auf deinen VO2max-Bereich aus. Trotzdem ist die VO2max ein dynamischer Wert, der durch deine Lebensweise und dein Training beeinflusst wird. Mit dem richtigen Ansatz kann fast jeder seine VO2max verbessern.

Hochleistungssportler werden ihre VO2max am wenigsten verbessern können, da sie bereits in ausgezeichneter Form sind. Das sind aber großartige Neuigkeiten für alle anderen.

Studien haben ergeben, dass Personen, die aktiver sind, zufriedener sein und länger leben können. Die VO2max ist ein wichtiger Messwert bei der wissenschaftlichen Untersuchung und Überprüfung dieser Aussage. Wenn du dich verbessern möchtest, bietet dir dein Gerät auch die erforderlichen Hilfsmittel, um dich auf den richtigen Weg zu bringen.

Wer den Schwerpunkt auf Leistung legt, kann die VO2max auf eine etwas andere Art und Weise nutzen. Je mehr Sauerstoff dein Körper beim Training verwerten kann, desto mehr Leistung kannst du erbringen, wodurch du wiederum dein Tempo bei Touren steigern kannst.

Zum Aufzeichnen der Radfahr-VO2max sind Leistungs- und Herzfrequenzdaten erforderlich.

Tipps für die VO2max-Berechnung beim Radfahren

Die Berechnung der VO2max und deren Genauigkeit verbessern sich, wenn du beim Radfahrtraining gleichbleibend ein mittelmäßig schweres Training absolvierst, bei dem sich Herzfrequenz sowie Wattleistung nicht stark verändern. Achte während eines 20-minütigen Radfahrtrainings auf Folgendes:

  • Behalte eine Herzfrequenz bei, die mehr als 70 % deiner maximalen Herzfrequenz beträgt.
  • Behalte eine weitgehend gleichbleibende Leistungsabgabe bei.
  • Vermeide hügeliges Gelände.
  • Fahre nicht in einer Gruppe, da es dort zu Zug kommen kann.

Trainingsbelastung

Das Display eines Edge-Geräts mit Darstellung der Trainingsbelastung. Die Trainingsbelastung ist der Wert des Gesamtvolumens deines Trainings der letzten 7 Tage. Der Edge® 1030 Fahrradcomputer vergleicht diese wöchentliche Trainingsbelastung mit deiner langfristigen Trainingsbelastung, wobei auch dein Fitnesslevel in Betracht gezogen wird, und zeigt an, ob die Belastung im optimalen Bereich liegt.

Die Trainingsbelastung gibt Aufschluss darüber, ob du dich beim Training zu viel, zu wenig oder genau richtig forderst.

Die Trainingsbelastung wird folgendermaßen eingestuft:

Hoch – Basierend auf deinem aktuellen Fitnesslevel und den letzten Trainingsgewohnheiten ist deine Trainingsbelastung evtl. zu hoch, um positive Ergebnisse zu erbringen.

Optimal – Dieser Bereich ist ideal, um dein Fitnesslevel beizubehalten und zu verbessern. Mach weiter so.

Niedrig – Die Trainingsbelastung ist zu niedrig für dein aktuelles Fitnesslevel und deine Trainingsgewohnheiten. Wenn du in diesem Bereich bleibst, verzeichnest du wahrscheinlich keine weiteren Verbesserungen.

Erholungszeit

Das Display eines Edge-Geräts mit Anzeige von VO2max-Daten. Es ist sehr wichtig, sich zu erholen. Oft wird dieser Teil des Trainings jedoch übersehen. Während Erholungszeiten passt sich der Körper an die Auswirkungen des Trainings an und ersetzt wichtige Ressourcen. Eine unzureichende Erholung kann sogar dazu führen, dass es gar nicht zu Steigerungen des Fitnesslevels und der Leistung kommt. Wenn du deinen Erholungsstand im Auge behältst, weißt du, wann ein hartes Training angesagt ist. Außerdem wird sichergestellt, dass deine Bemühungen die erwarteten Ergebnisse erzielen. So kannst du deine Trainingsprogramme basierend auf fundierten Daten anpassen und optimieren.

Nach jedem Training berechnet das Gerät, wie viele Stunden du benötigst, um dich fast vollständig zu erholen und bereit für das nächste harte Training zu sein. Die Berechnung wird von Firstbeat bereitgestellt und mithilfe eines einmaligen digitalen Modells deiner Physiologie erstellt und angepasst. Dabei wird eine Kombination aus dem Training Effect-Wert, der während der Trainingseinheit durchgeführten Leistungs- und Fitnesslevelbewertung und der zu Beginn des Trainings verbleibenden Erholungszeit (in Stunden) verwendet.

Die Erholungszeit kann bis zu 4 Tage betragen.

Du erzielst die besten Ergebnisse, wenn du zunächst mehrere Radfahrtrainings mit dem Gerät absolvierst. Auf diese Art kann das Gerät deinen allgemeinen Fitnesslevel ermitteln. Danach sind spätere Erholungszeiten evtl. genauer.

Leistungsbezogene anaerobe Schwelle (FTP)

Die leistungsbezogene anaerobe Schwelle (FTP) ist die maximale Leistungsabgabe, die du 1 Stunde lang beibehalten kannst. Die FTP-Berechnung bildet die Grundlage für deine persönlichen Leistungsbereiche und für die meisten leistungsbasierten Trainingspläne.

Der Edge 1030 kann die leistungsbezogene anaerobe Schwelle ermitteln. Dies erfolgt entweder durch ein Training mit Anleitung oder automatisch bei einem normalen Radfahrtraining. Durch die Erfassung von Herzfrequenzdaten bei verschiedenen Leistungsabgaben berechnet das Gerät die Schwelle im Hinblick auf die Leistungsabgabe. Die FTP-Berechnung verbessert sich mit der Zeit, während das Gerät deinen allgemeinen Fitnesslevel ermittelt. Der Edge 1030 zeigt die FTP außerdem als Wert in Watt/kg in Relation zu deinem Gewicht an sowie in einer Regenbogenanzeige. Auf diese Weise kannst du schnell dein eigenes Verhältnis von Leistung und Gewicht mit dem anderer Radfahrer unterschiedlicher Statur vergleichen.

Der Edge 1030 hat zwei Möglichkeiten für die Berechnung der FTP:

Test:

  • Unter Verwendung von Herzfrequenz- und Leistungsdaten und unter Anleitung des Edge absolvierst du zunächst ein Warm up. Danach wird die angestrebte Leistung in Abständen von 3 bis 4 Minuten über einen Zeitraum von 15 bis 20 Minuten allmählich erhöht.
  • Basierend auf der Entwicklung der Herzfrequenz angesichts der gesteigerten Leistungserbringung berechnet der Edge den FTP-Wert.
  • Du kannst diesen Wert annehmen oder ablehnen. Wenn du den Wert annimmst, werden deine Leistungsbereiche automatisch basierend auf dem neuen Wert neu berechnet.
  • Dieser Test sollte auf einer Straße mit einer gleichbleibenden Steigung oder auf einem Indoor Trainer durchgeführt werden.

Das Display eines Edge-Geräts, auf dem die automatische FTP-Ermittlung angezeigt wird. Automatische FTP-Ermittlung:

  • Wenn du einen persönlichen Rekord für die durchschnittliche Leistung über 20 Minuten erreichst und wenn 95 % dieses Wertes über der aktuellen FTP-Berechnung liegen, wirst du aufgefordert, einen neuen FTP-Wert zu akzeptieren.
  • Du hast erneut die Möglichkeit, diesen Wert anzunehmen oder abzulehnen.

Training Effect

Aufgrund der Funktionsweise unseres Körpers wird durch die Art des absolvierten Trainings festgelegt, welche Art von Ergebnissen du erwarten kannst und auf welche Art von Leistung du zukünftig gut vorbereitet sein wirst.

Der Training Effect ist ein Anzeichen dafür, wie sich die einzelnen Trainingseinheiten auf deine zukünftigen Fitnesslevel auswirken werden. Oft wird der Training Effect verwendet, um Trainings, die deinen aktuellen Fitnesslevel beibehalten und verbessern, zu koordinieren und aufeinander abzustimmen. Der Edge 1030 zeigt die folgenden zwei Messwerte für den Training Effect an:

Aerober Training Effect

Dieser Wert misst den aeroben Nutzen des Trainings, der mit der erwarteten Verbesserung der Fitness im Einklang stehen sollte.

Aerobes Training:

  • Baut die Fähigkeit auf, aerob Energie zu produzieren
  • Verbrennung von Fett als Energieproduzent
  • Ausdauer und Kondition
  • Verlängerte Leistungsfähigkeit

Anaerober Training Effect

Die effizienteste Methode des Körpers, Brennstoff in Energie umzuwandeln, erfordert Sauerstoff. Gelegentlich ist jedoch nicht sofort genügend Sauerstoff verfügbar, um den Bedarf an Energie zu decken. Glücklicherweise hat der Körper hierfür vorgesorgt. Obwohl die anaerobe Energiegewinnung nicht gleichermaßen effizient ist, kann sie eingreifen und dich mit Energie versorgen. Allerdings sind die Vorräte schnell erschöpft.

Anaerobes Training:

  • Baut die Fähigkeit auf, anaerob Energie zu produzieren
  • Verbessert die Sprintfähigkeit
  • Ermüdungswiderstandsfähigkeit
  • Maximale Leistungsfähigkeit

Sowohl der aerobe als auch der anaerobe Training Effect wird auf einer Skala von 0 bis 5 ausgegeben, die dein Fitnesslevel und deine Trainingsgewohnheiten repräsentieren.

0: Kein Nutzen, 1: Geringfügiger Nutzen, 2: Formerhalt, 3: Formaufbau, 4: Starker Formaufbau, 5: Überbelastung.

Leistungszustand

Eine Grafik des Leistungszustands während eines Radfahrtrainings.

Das Display eines Edge-Geräts mit Anzeige von VO2max-Daten. Du erhältst eine Echtzeitbewertung deiner Leistungsfähigkeit, wenn du dir deinen Leistungszustand ansiehst. Während der ersten 6 bis 20 Minuten des Radfahrtrainings werden hierbei die Leistung, die Herzfrequenz und die Herzfrequenzvariabilität analysiert. Der sich daraus ergebende Wert ist eine Echtzeitbewertung der Abweichung vom Grundwert deiner VO2max. Jeder Punkt auf der Skala stellt etwa 1 % der VO2max dar. Je höher die Zahl, desto besser ist die erwartete Leistung. Beachte, dass die Ergebnisse während der ersten Radfahrtrainings mit einem neuen Gerät variieren können, während das Gerät deinen Fitnesslevel kennenlernt. Die Werte stabilisieren sich jedoch, sodass der Leistungszustand ein täglicher, zuverlässiger Indikator deiner Leistungsfähigkeit wird.

Während des ersten Teils des Radfahrtrainings kann ein Alarm für den Leistungszustand ausgegeben werden. Außerdem kannst du den Wert als Datenfeld in die Trainingsseiten aufnehmen, um ihn während des weiteren Verlaufs des Trainings im Blick zu haben. Der Wert variiert eventuell, wenn du Berge oder starken Wind bewältigst. Wenn du jedoch seit einiger Zeit intensiv trainiert hast und die Trainingseinheit anstrengend für dich wird, ist ein Abwärtstrend des Wertes zu beobachten. Dies ist eine objektive Möglichkeit zu beobachten, ob deine Leistungsfähigkeit im Laufe der Trainingseinheit abnimmt, da der Wert ein Anzeichen dafür ist, ob dein Körper härter als normal arbeiten muss, um die aktuelle Leistungsabgabe beizubehalten. Der Leistungszustand kann dich also ein wenig darauf vorbereiten, dass du dich einem Leistungsstopp näherst.

HFV-Stresstest

Wenn du dich fragst, ob dein Körper bereit für ein hartes Radfahrtraining ist oder etwas weniger Anstrengung vertragen könnte, wirf einen Blick auf deinen Belastungswert. Wenn du rundum frisch und ausgeruht bist, kannst du den Trainingseffekt eines harten Trainings besser verkraften. Wenn du aber müde bist oder ein Übertraining kurz bevorsteht, kann dasselbe harte Training kontraproduktiv sein. Der Belastungswert wird bei einem 3-minütigen Test ermittelt, bei dem deine Herzfrequenzvariabilität (HFV) analysiert wird. Der sich daraus ergebende Belastungswert wird als Zahl von 0 bis 100 angegeben. Eine niedrigere Zahl kennzeichnet dabei einen geringeren Stresszustand. Anhand dieses Messwerts kannst du ermitteln, für welche Anstrengung dein Körper bereit ist. Der Test liefert genauere Ergebnisse, wenn er jeden Tag zur selben Zeit und unter denselben Bedingungen durchgeführt wird (nach Möglichkeit vor und nicht nach einem Training). Auf diese Weise lernst du auch deine eigenen täglichen oder wöchentlichen Schwankungen kennen.

Der HFV-Test muss im Stehen ausgeführt werden, da sich auf diese Weise niedrige bis mittlere Stresslevel besser ermitteln lassen. Im Liegen werden moderate Stresslevel evtl. nicht erkannt. Im Stehen wird jedoch das kardiovaskuläre System leicht belastet. Bei einem moderaten Stresslevel im Vergleich zu einem sehr niedrigen Stresslevel führt diese Belastung zu einem messbaren Abfall der HFV.

Cycling Dynamics

Bild eines Edge 1000-Radfahrgeräts, auf dem eine Cycling Dynamics-Seite angezeigt wird. Ob du bei Wettkämpfen mitfährst, auf Erkundungstouren gehst oder einfach nur Spaß haben möchtest – Garmin kann für dich Daten erfassen, damit du weißt, wie hart du trainiert hast oder damit du deine Form verbessern kannst. Bestimmte Geräte, beispielsweise unser Garmin Vector™-Wattmess-Pedalsystem mit Dualsensor, bieten dir Cycling Dynamics-Daten. Cycling Dynamics sind eine Reihe erweiterter Werte, die dir einen Einblick in dein Radfahrtraining und in Leistungsänderungen liefern, wobei Variablen wie Radfahrposition, Fahrradkonfiguration, Tourdauer und mehr in Betracht gezogen werden. Mithilfe von Cycling Dynamics können Radfahrer, Trainer, Bike-Fitter und sogar Physiotherapeuten einzelne Daten analysieren, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Sitzende/stehende Position

Eine Darstellung der sitzenden und stehenden Position auf einem Fahrrad. Wahrscheinlich hast du bei Anstiegen und Sprints eine bevorzugte Position auf dem Fahrrad. Der Vector kann die Radfahrposition (sitzend oder stehend) während einer Tour durch einen Vergleich der auf die Pedale ausgeübten Kräfte erkennen und darstellen. Dein kompatibler Edge-Fahrradcomputer zeigt dann in Echtzeit die aktuelle Position an, wie oft und wie lange du in der Position warst sowie Leistungsdaten.

Nach der Tour kannst du die Daten in die Online-Fitness-Community Garmin Connect hochladen. Sieh dir dort die einzelnen Positionen sowie die dazugehörige Trittfrequenz und Geschwindigkeit an und vergleiche die Zeit, die du sitzend und stehend verbracht hast. Erfahre sogar, wie sich eine bestimmte Position auf deine Leistungsabgabe auswirkt und analysiere Anstiege und Sprints. Diese detaillierten Daten liefern dir einen ausführlichen Einblick in dein Training und können hilfreich sein, wenn du die Effektivität der jeweiligen Positionen auswerten und Tendenzen identifizieren möchtest, um die Radfahrposition während bestimmter Teile der Tour zu verändern.

Power Phase (PP)

Eine Darstellung der Power Phase bei einer Pedalumdrehung. Die Power Phase gibt Aufschluss darüber, wie du derzeit bei der Pedalumdrehung Leistung erbringst. Der Vector erkennt, welches Bein im Tretzyklus positive Kraft erbringt und wo der Großteil der positiven Kraft erzeugt wird. Außerdem erkennt der Sensor den Winkel, in dem diese Kräfte beginnen und enden, und wo die Leistung konzentriert erbracht wird. Wenn du den Vector-Leistungsmesser mit Dualsensor verwendest, erhältst du weitere Analysedaten und kannst sehen, ob es Unterschiede zwischen dem linken und dem rechten Bein gibt.

Die Power Phase wird als Kombination aus Grad und Länge gemessen, wobei 0 Grad für die 12-Uhr-Position und 180 Grad für die 6-Uhr-Position stehen. Die Power Phase-Länge wird aus der Differenz zwischen dem Anfangs- und dem Endwinkel berechnet. Beispielsweise ergibt sich bei einem Anfangswinkel der Power Phase von 5 Grad und einem Endwinkel der Power Phase von 220 Grad eine Power Phase-Länge von 215 Grad. Bei Pedalen mit Dualsensor werden diese Daten sowohl für das linke als auch für das rechte Bein bereitgestellt. Anhand der maximalen Power Phase (PPP) kannst du sehen, wo der Großteil der Kraft erbracht wird. Standardmäßig stellt die maximale Power Phase 50 % der Leistungsabgabe dar.

Eine grafische Darstellung der Power Phase-Werte ist auf Edge-Geräten und bei Garmin Connect möglich. Dies vereinfacht die Visualisierung des Tretzyklus.

Platform Center Offset (PCO)

Eine Darstellung des Platform Center Offsets eines Pedals. Zur Berechnung des PCO-Wertes wird ermittelt, wie die Kraft während der Pedalumdrehung auf dem Pedalkörper verteilt ist. Du kannst also sehen und auswerten, wo die Kraft in Relation zur Mitte des Pedalkörpers erbracht wird und wie die PCO-Verteilung über einen bestimmten Zeitraum aussieht. Die Analyse dieser Daten kann dir dabei helfen, die richtigen Fahrradeinstellungen zu finden und die Schuhplatte richtig zu positionieren. Außerdem können dadurch Verletzungen verhindert und eine Rehabilitation unterstützt werden.

Der PCO wird in Millimetern gemessen. Positive Werte (z. B. +6 mm) bedeuten, dass mehr Kraft außen auf dem Pedal angewendet wird. Negative Werte (z. B. -4 mm) bedeuten, dass mehr Kraft innen auf dem Pedal angewendet wird. Sieh dir diese Daten als grafische Darstellung auf deinem Edge-Gerät an. Die rote Linie zeigt den aktuellen Durchschnittswert für 10 Sekunden an, die blaue Linie den Durchschnitt der vorherigen 30 Sekunden.

Balance rechts/links

Eine Darstellung des Unterschieds der Leistungsabgabe zwischen dem linken und rechten Bein. Die Vector-Pedale mit Dualsensor können nicht nur die kombinierte Leistungsabgabe messen, sondern auch getrennt die Leistung des linken und des rechten Beins, sodass du weißt, ob ein Bein mehr Leistung erbringt als das andere. Anders ausgedrückt: Wie symmetrisch trittst du in die Pedale?

Studien haben ergeben, dass ein großes Ungleichgewicht zwischen der erbrachten Leistung des linken und des rechten Beins zu einer verfrühten Ermüdung führen und sogar das Verletzungsrisiko erhöhen kann. Daher ist es gut zu wissen, ob eine hohe Asymmetrie besteht, damit du daran arbeiten kannst, sie auszugleichen. Wenn du symmetrisch Rad fährst, erbringen beide Beine dieselbe Leistung, wodurch sich wiederum die Effizienz erhöht.

Radfahrsicherheitsfunktionen

Garmin bietet Lösungen, die dir auf Touren helfen, besser zu sehen und besser gesehen zu werden. Mit diesen Radfahrsicherheitsprodukten und -funktionen kannst du unbeschwerter unterwegs sein.

GroupTrack- und LiveTrack-Funktionen

Das Display eines Edge-Geräts mit Anzeige der GroupTrack- und LiveTrack-Funktionen. Gib deiner Radfahrgruppe und auch deiner Familie und deinen Freunde zu Hause die Möglichkeit, deine Tour zu verfolgen. Wenn du eine LiveTrack- oder GroupTrack-Tour startest, können bestimmte Kontakte deine Tour in Echtzeit verfolgen und sehen, wo du dich gerade befindest.

Fahrer zu Fahrer Nachrichten

Das Display eines Edge-Geräts, auf dem der Nachrichtenversand zwischen Radfahrern dargestellt ist. Fahrer mit Edge 1030-Radfahrgeräten können jetzt vordefinierte Nachrichten senden und empfangen. Falls ihr euch aus den Augen verliert, ist es auf diese Weise einfach, in Kontakt zu bleiben.

Unfallerkennung

Das Display eines Edge-Geräts, auf dem die Unfallerkennung dargestellt wird. Kompatible Edge-Geräte sind mit der integrierten Unfallerkennung ausgestattet. Wenn ein Unfall erkannt wird, wird deine GPS-Position automatisch an zuvor festgelegte Freunde und Familienmitglieder gesendet.

Varia™-Radar

Das Display eines Edge-Geräts mit Anzeige des Varia-Radars. Das Varia-Radar erkennt Fahrzeuge, die sich dir in einer Distanz von bis zu 140 Metern von hinten nähern und zeigt diese Fahrzeuge auf deinem kompatiblen Edge oder auf der Varia-Steuereinheit an.

Varia Fahrradbeleuchtung

Das Display eines Edge-Geräts mit Anzeige der Varia Fahrradbeleuchtung Sehen und gesehen werden – dafür sorgt unsere Fahrradbeleuchtung.
Wenn die Fahrradlichter mit einem kompatiblen Edge-Gerät gekoppelt sind, werden sie automatisch an das Umgebungslicht und die Geschwindigkeit angepasst.

Warnungen vor den nächsten scharfen Abbiegungen

Das Display eines Edge-Geräts mit Anzeige einer Warnung vor einer scharfen Abbiegung. Überraschungen sind etwas Gutes – allerdings nicht auf Radtouren. Mit auf dem Gerät angezeigten Warnungen vor den nächsten scharfen Abbiegungen bist du bei der Navigation jetzt besser vorbereitet.

Ein Aufruf an die Community

Das Engagement der Radfahr-Community hat stark zur Entwicklung innovativer neuer Garmin-Funktionen beigetragen, beispielsweise dem Trendline™ Popularity Routing nach Beliebtheit. Wir arbeiten fortwährend an der Optimierung, allerdings kannst du uns dabei unterstützen. Je genauer du Radfahr- oder Laufaktivitäten in Garmin Connect kategorisierst, desto hilfreicher wird das Routing nach Beliebtheit für alle Aktivitätstypen. Gib stets an, ob du beispielsweise mit dem Mountainbike oder dem Rennrad unterwegs warst. Die gesamte Garmin Connect-Community kann dann davon profitieren.