Naturverträgliches Geocaching

Der Deutsche Wanderverband und GARMIN geben folgende Hinweise, die ein naturverträgliches Geocaching gewährleisten und ein gemeinsames Miteinander in der Natur möglich machen:

Naturschutzgebiete sind für Caches abseits der Wege tabu

WanderverbandNaturschutzgebiete werden ausgewiesen, um einen besonderen Schutz von Natur und Landschaft zu gewährleisten. In einer Verordnung wird das Betreten geregelt. Sofern dies gestattet ist, ist es auf die Wege beschränkt. Daher werden Caches nur unmittelbar am oder auf dem Weg platziert!


Gesetzlich geschützte Biotope sind kein Ort für Caches

Gesetzlich geschützte Biotope sind Lebensräume für Tiere und Pflanzen, die allein aufgrund ihrer Existenz gesetzlich geschützt sind und keiner rechtlichen Schutzgebietsausweisung bedürfen. Beispiele hierfür sind: natürliche Gewässerufer, Moore und Quellbereiche, offene Block-, Schutt- und Geröllhalden (wie z. B. Karstgebiete), Lehm- und Lösswände, Sumpfund Auewälder oder offene Felsbildungen sowie Feucht- und Trocken-Wiesen und Weiden. Diese mittlerweile seltenen Lebensräume bieten besondere Lebensbedingungen, die eine Vielzahl von geschützten und bedrohten Moosen, Blütenpflanzen, Insekten, Reptilien, Vögeln oder anderen Wildtieren einen wichtigen Lebensraum bieten. Eine Beeinträchtigung oder gar Zerstörung dieser Biotope ist gesetzlich verboten und daher sind sie kein Ort für Caches (weitere Infos unter www.bfn.de/natursportinfo oder www.portalU.de).

Baumhöhlen dürfen nicht als Caches genutzt werden

Baumhöhlen sind seltene und wichtige Lebensstätten vieler geschützter Arten wie Spechte, Eulen sowie Fledermäuse und Siebenschläfer. Viele dieser Arten sind in Deutschland hochgradig gefährdet und inklusive ihrer Wohnquartiere geschützt und dürfen daher nicht gestört werden.

Höhlen, auch scheinbar von Tieren unbewohnte, werden nicht mit Caches besetzt

Dies gilt auch für Höhlen und Erdfälle / Dolinen in Karstgebieten. Sie sind besonders seltene Lebensräume für viele Tierarten, zum Beispiel von Fledermäusen. Meist sind die Vorkommen von kleinen Fledermausarten, die sich auch einzeln in Ritzen aufhalten, nicht einfach zu entdecken. Und hat man sie entdeckt, sind sie auch schon gestört, was insbesondere während der Jungenaufzucht und während des Winterschlafs ihren sicheren Tod bedeutet (Infos unter www.bfn.de/natursportinfo).

Brut- und Setzzeiten sind besonders sensibel und zu beachten

Die Brut- oder Aufzuchtsphase, also insbesondere der Zeitraum zwischen Mitte März bis Mitte Juli, ist eine besonders kritische Zeit für Vogel- und andere Wildarten. Störungen können schnell den Tod der Jungtiere zur Folge haben, weil z.B. Vogelgelege auskühlen. Das Aufschrecken eines Wildschweins mit Frischlingen kann auch für den Störer zum Risiko werden. Das Verlassen der Wege bleibt daher die Ausnahme. Nachts sollten Wege grundsätzlich nie verlassen werden! Außerdem sind Störungen der Tiere im Unterholz durch starke Taschenlampen zu vermeiden (weitere Infos unter www.bfn.de/natursportinfo oder www.portalU.de).

Der Deutsche Wanderverband mit der Deutschen Wanderjugend und GARMIN Deutschland GmbH setzen sich für das naturverträgliche Geocaching ein. Sie verpflichten sich, die Inhalte des Positionspapiers in der Öffentlichkeit zu verbreiten und möglichst viele Freunde für das naturverträgliche Geocaching zu finden.