Entspannter durch die dunkle Jahreszeit: Diese Funktionen deiner Smartwatch helfen

Nach dem meteorologischen Herbstbeginn wird es spürbar früher dunkel. Viele schränken ihre sportlichen Aktivitäten draußen ein oder lassen sie ausfallen. Dabei helfen dir bestimmte Funktionen deiner Smartwatch.

Der Herbst nimmt dir das Licht. Nach Feierabend ist es fast schon dunkel, die Laufrunde fällt in die Dämmerung oder gleich in die Nacht. Für viele fühlt sich das ungemütlich an, manche bleiben deshalb ganz zu Hause. Das musst du nicht.

Deine Smartwatch hat einige Funktionen an Bord, die dich unterstützen können. Vom guten Gefühl unterwegs bis zum echten Notruf.

LiveTrack: immer in Verbindung bleiben

Stell dir vor, du läufst allein durch den dämmrigen Park. Genau für dieses Gefühl ist LiveTrack gemacht. Ausgewählte Menschen sehen in Echtzeit, wo du gerade bist. Sie bemerken, wenn du vom Kurs abweichst oder ungewöhnlich lange stehen bleibst. Voraussetzung für die Datenübertragung in Echtzeit ist der Mobilfunkempfang.

Damit du nicht vor jeder Runde zum Smartphone greifen musst, gibt es im Garmin Connect+ Abonnement eine praktische Erweiterung. Deine Kontakte bekommen automatisch eine Nachricht, sobald du eine Aktivität startest. Dazu gibt es einen festen Link, unter dem sie dich immer finden. Besonders wenn deine lieben Mitmenschen nicht so erfahren mit technischen Dingen sind, hilft das. Wichtig: Dieser feste Link ist nicht passwortgeschützt. Teile ihn also nur mit Menschen, denen du vertraust.

TracBack: der Weg zurück aus dem Dunkeln

Ein anderes Szenario: Du bist im Wald unterwegs und plötzlich sieht jeder Baum gleich aus. In der Dämmerung verliert man schnell die Orientierung. Hier hilft die Funktion TracBack.

Was sie kann? Sie zeichnet deinen gesamten Weg auf. Solltest du also irgendwann nicht mehr weiterkommen, lotst dich die Smartwatch auf derselben Strecke wieder zurück. Du folgst einfach den Anweisungen auf dem Display, Schritt für Schritt. Besonders wenn das Licht schwindet und die Wege unübersichtlich werden, spannt diese Funktion ein beruhigendes Netz.

Taschenlampe: freie Hände, freie Sicht

Viele der neueren Modelle von Garmin haben eine kleine LED-Leuchte eingebaut. Sie befindet sich direkt am Gehäuse. Das klingt nach einer Spielerei, ist im Dunkeln aber erstaunlich nützlich. Du siehst die Wurzel auf dem Weg, den vereisten Gullydeckel, die Stufe am Bordstein.

Genauso wichtig ist der zweite Effekt: Du wirst gesehen. Viele Smartwatches bieten neben weißem auch rotes Licht und ein Blinkmuster, damit dich Autofahrende früh erkennen. Ein kurzer Griff ans Handgelenk ersetzt so im Notfall die vergessene Stirnlampe.

Wichtig: Die Taschenlampen-Funktion kostet Energie. Schalte sie nur ein, wenn du sie brauchst. Ein paar Stunden hält sie jedoch locker durch.

Unfallerkennung: Hilfe, wenn du dir selbst nicht helfen kannst

Stürzt du beim Radfahren und bleibst reglos liegen, erkennt deine Smartwatch den Aufprall. Ein Countdown startet. Brichst du ihn nicht ab, geht automatisch eine Nachricht mit deinem Standort und einem LiveTrack-Link an deine Notfallkontakte. Die Funktion gibt es für die Outdoor-Profile Gehen, Laufen und Radfahren, je nach Gerät auch fürs Wandern. Dafür hinterlegst du bis zu drei Notfallkontakte.

Wichtig: Die Unfall-Benachrichtigung alarmiert nur deine selbst gewählten Kontakte, nicht direkt die Polizei oder den Rettungsdienst. Wähl deshalb Menschen, die im Ernstfall verlässlich erreichbar sind, und sprich vorher ab, was sie dann tun sollen.

Varia: den Verkehr im Rücken im Blick

Wer im Dunkeln auf der Straße Rad fährt, hat eine besondere Sorge: den Verkehr von hinten. Genau da setzt das Varia-Radar an. Es erkennt Fahrzeuge, die sich von hinten nähern, und warnt dich optisch und akustisch. Oft schon lange, bevor du den Motor hörst.
So behältst du das Geschehen hinter dir im Blick, ohne dich ständig umzudrehen. In der dunklen Jahreszeit, wenn Autofahrende schlechter sehen, ist diese Vorwarnung besonders viel wert. Das gilt auch nachmittags, wenn die Sonne tief steht und alle Verkehrsteilnehmende stark blendet. Das Varia erhöht die Sicherheit auf dem Rad merklich.

Varia™ RearVue 820 (StVZO)

Behalte den Verkehr hinter dir im Blick: Der Fahrradradar erkennt sich nähernde Fahrzeuge und informiert dich rechtzeitig über dein kompatibles Garmin Gerät.

Ohne Handy oder Netz: wenn es wirklich ernst wird

Die bisherigen Funktionen brauchen fast alle eines: mobilen Handyempfang. Genau der fehlt aber dort, wo es oft am gefährlichsten ist, tief im Wald, in den Bergen, in entlegenen Landstrichen.

Deshalb geht die fēnix 9, genauer die Variante fēnix 9 Pro mit inReach Technologie, noch weiter. Sie trägt Garmins inReach-Technologie direkt am Handgelenk, mit LTE und Satellit. Über LTE telefonierst du, sendest Nachrichten und teilst deine LiveTrack-Position, ganz ohne Smartphone. Endet das Mobilfunknetz, übernimmt der Satellit. Über Garmin Locate rufen ausgewählte Kontakte deinen Standort ab, und im Notfall löst du einen interaktiven SOS-Ruf aus. Der geht an Garmin Response, die rund um die Uhr besetzte Notfallzentrale, die mit dir und mit den Rettungskräften kommuniziert. Für die Nachrichten brauchen beide Seiten die Garmin Messenger App.

Checkliste: fünf Tipps für die Dunkelheit

  • Sei sichtbar. Helle, reflektierende Kleidung und Licht sorgen dafür, dass andere dich früh sehen.
  • Nimm Licht mit. Die Taschenlampe deiner Smartwatch oder eine Stirnlampe helfen dir, den Weg zu sehen und gesehen zu werden.
  • Richte deine Notfallkontakte ein. Ohne hinterlegte Kontakte können Unfallerkennung und Notfallhilfe niemanden alarmieren.
  • Teile deine Route. Aktiviere LiveTrack oder sag jemandem, wo und wie lange du unterwegs bist.
  • Bleibe auf bekannten Wegen. In der Dunkelheit ist vertrautes Terrain sicherer als eine neue Abkürzung.

Häufige Fragen

Welche Garmin-Smartwatches haben eine Taschenlampe?

Immer mehr Modelle haben eine eingebaute LED-Leuchte, etwa die fēnix- und die Forerunner-Reihe. Viele bieten neben Weiß auch Rotlicht und ein Blinkmuster, damit dich andere früh erkennen. Ob dein Modell eine Taschenlampe hat, siehst du in den Aktivitäten oder in der Produktübersicht.

Funktioniert LiveTrack auch ohne Smartphone?

Bei den meisten Smartwatches nicht, sie brauchen das gekoppelte Handy und dessen Empfang. Ganz ohne Mobilfunknetz geht es nur über die Satellitenfunktion der fēnix 9 Pro mit inReach Technologie.

Was kosten die Notruf- und Trackingfunktionen?

Grundfunktionen wie LiveTrack, Unfallerkennung und Taschenlampe sind kostenlos. Für die automatische Live-Benachrichtigung brauchst du Garmin Connect+, für Satellit und LTE ein inReach-Abo. Beide beginnen bei rund neun bis zehn Euro im Monat.

Ruft meine Smartwatch im Notfall selbst den Rettungsdienst?

Die normale Unfallerkennung nicht. Sie benachrichtigt nur deine hinterlegten Kontakte. Erst der SOS-Ruf über die inReach-Technologie erreicht mit Garmin Response eine echte Notfallzentrale, die Rettungskräfte verständigt. Für einsame Touren ist das der entscheidende Unterschied.

Was passiert, wenn meine Notfallkontakte nicht reagieren?

Dann bleibt die Nachricht im Zweifel ungelesen, denn die Unfallerkennung hat keine weitere Stufe. Hinterlege deshalb mehrere verlässliche Kontakte und sprich vorher ab, was im Ernstfall zu tun ist. Für höheres Risiko ist die Satellitenlösung mit Garmin Response die sicherere Option.