Einblicke in die Garmin Health Forschung: Frauengesundheit im Fokus
Untersuchung wichtiger Aspekte der Frauengesundheit mithilfe von Garmin Daten
Alltägliche Erfahrungen von Frauen – wie Menstruationsbeschwerden, Stillen oder der Wiedereinstieg in körperliche Aktivität nach der Geburt – betreffen jedes Jahr Millionen von Frauen. Dennoch sind diese Themen in der Gesundheitsforschung bisher deutlich weniger untersucht worden als andere Bereiche¹.
Im Jahr 2023 startete das Garmin Health Team gemeinsam mit Labfront, einer globalen Organisation für Gesundheitsdatenanalytik, die „Women’s Health Research Initiative“. Ausgewählte Forschungsprojekte erhielten Zugang zu Smartwatches von Garmin sowie zur digitalen Plattform von Labfront zur Erfassung und Analyse digitaler Biomarker.
Dieser Einblick in die Garmin Health Forschung zeigt zentrale Erkenntnisse der geförderten Projekte auf und wie das Garmin Health Connected Ecosystem zur Datenerhebung genutzt wurde, um die Forschung zu ermöglichen.

Untersuchung der kardialen Veränderungen in der prämenstruellen Zyklusphase und ihre Korrelation mit primärer Dysmenorrhoe
Predictor Solutions Ltda., Brasilien, Prof. Dr. Renato Vilella
Die Studie:
Zur frühzeitigen Erkennung von Menstruationsschmerzen analysierten Forschende Gesundheitsmetriken von Garmin-Geräten und entwickelten ein Vorhersagemodell, das Schmerzen bis zu drei Tage im Voraus prognostizieren kann.
Die Rolle von Garmin:
Durch das Monitoring von Herzfrequenzvariabilität (HRV), Ruheherzfrequenz, Stresslevel und Schlafdaten konnten große Datenmengen gesammelt werden – eine wichtige Voraussetzung für Machine-Learning-Modelle zur Vorhersage künftiger Gesundheitszustände.
Das Ziel:
Die Technologie soll künftig in eine App zur personalisierten Benachrichtigung integriert werden. Die Forschung wird derzeit erweitert, um weitere zyklusbezogene Symptome und chronische Schmerzkrankheiten zu prognostizieren.

Zusammenhang zwischen Müttern, die in ihrer Kindheit Misshandlung erfahren haben und ihrer Selbstwahrnehmung sowie körperlichen und emotionalen Reaktionen beim Stillen
Hebräische Universität Jerusalem, Israel, Sharon Almougy
Die Studie:
Das Projekt nutzte biometrische Daten von Garmin-Smartwatches, um zu erforschen, wie frühe Kindheitserfahrungen das emotionale Erleben und Selbstbild von Müttern beim Stillen beeinflussen. Erste Ergebnisse zeigen: Selbst-Objektivierung könnte dabei eine Rolle spielen, ob Mütter das Stillen positiv erleben und eine gute Bindung aufbauen.
Die Rolle von Garmin:
Durch die Analyse von Herzschlagintervallen, HRV, Schlafqualität, Stresslevel und Schrittzahl konnten physische Signale mit emotionalen und psychologischen Mustern in dieser sensiblen Bevölkerungsgruppe in Beziehung gesetzt werden.
Das Ziel:
Künftige Studien sollen mit einer größeren Teilnehmerzahl und vertieftem Fokus auf die emotionale Bindung zwischen Mutter und Kind durchgeführt werden. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine traumasensible Versorgung für Mütter mit Misshandlungserfahrungen vorteilhaft sein könnte.

Sprint-Intervalltraining in der Zeit nach der Geburt erhält die erhöhte Herzleistung der Schwangerschaft aufrecht: Eine Fallstudie
Trinity Western University und Simon Fraser University, Kanada, Normand Richard
Die Fallstudie:
Eine Athletin nutzte postpartal Sprint-Intervalltraining (SIT) um die kardiovaskulären Fortschritte, die während der Schwangerschaft auftreten aufrechtzuerhalten. Die Ergebnisse zeigten, dass SIT dazu beitrug, ein erhöhtes Herzzeitvolumen aufrechtzuerhalten und eine schnelle Rückkehr zur Spitzenleistung zu unterstützen².
Die Rolle von Garmin:
Eine Garmin-Smartwatch – die Herzfrequenz, HRV, Trainingsbelastung und Schlaf misst – ermöglichte eine nicht-invasive, realitätsnahe Datenerfassung, wodurch die Studie ein realistisches Abbild der Trainingsbedingungen widerspiegelte.
Das Ziel:
Basierend auf den ersten Erkenntnissen wird die Studie nun auf eine größere Gruppe von Sportlerinnen ausgeweitet. Im Fokus steht die Frage, wie sich Schwangerschaft und Training nach der Geburt auf die Herzstruktur und die langfristige kardiovaskuläre Gesundheit auswirken kann.
Zukunft der Frauengesundheitsforschung mit Garmin
Das Programm der „Women’s Health Research Initiative“ prüft aktuell neue Projektvorschläge. Interessierte Forschende können sich über die folgende Webseite bewerben. Durch die Kombination von Garmin-Smartwatches und der Labfront-Analyseplattform können Forscher große Datenmengen analysieren und neue Erkenntnisse auf dem wichtigen Gebiet der Frauengesundheit gewinnen.
Seit über einem Jahrzehnt arbeitet Garmin Health mit führenden Institutionen weltweit zusammen. Weitere Forschungsprojekte findest du unter: www.garmin.com/third-party-studies-overview. Alle Informationen zu Forschung und klinischen Studien findest du hier.
Hinweis: Garmin-Geräte sind nicht dafür ausgelegt, Krankheiten oder medizinische Zustände zu überwachen oder zu diagnostizieren. Informationen zur Genauigkeit der erfassten Metriken findest du hier.
¹ Nature-Artikel zur Forschungslücke in der Frauengesundheit
² Studie im Journal „The Physiological Society„