16-Jähriger koordiniert Rettung nach Sturz von Vater in Gletscherspalte
An einem schicksalhaften Tag erhielt Bonnie Larson einen Anruf vom Garmin Response℠ Team. Ihr Ehemann hatte einen schweren Sturz erlitten und ihr 16-jähriger Sohn einen SOS-Notruf auf ihrem inReach® Satelliten-Kommunikationsgerät¹ ausgelöst. Sie erzählt Garmin, was an dem Tag genau passiert ist.
Mein Mann Eric und unser Sohn Henry haben eine Rucksacktour in die Wind River Range in Wyoming, USA, unternommen. Sie wollten auf einer etwa 80 Kilometer langen Rundtour über den Glacier Trail auf der Ostseite den Gannett Peak erklimmen.
Die erste Nacht verbrachten sie nach 18 Kilometern am Star Lake. Am zweiten Tag wanderten sie weitere 20 Kilometer bis zum Ende des Glacier Trail. Am dritten Tag, einem Montag, verließen sie das Camp und machten sich auf den Weg zum Gipfel.
Sie gingen um 6:00 Uhr am Camp los und erreichten den Gipfel um 10:30 Uhr. Dort blieben sie etwa eine halbe Stunde und begannen dann den Abstieg. Eric warnte Henry, dass der Abstieg der gefährlichste Teil sei und sie sprachen über Sicherheitsmaßnahmen.

Eric ging voran und hatte gerade die Crux verlassen, also den schwierigsten Teil. Im Gegensatz zum Morgen war die Schneedecke jetzt aber sehr weich. Er erinnert sich nicht, ob sein Steigeisen oder sein Eispickel den Halt verloren hat, aber plötzlich rutschte er den Berg hinunter und versuchte, seinen Sturz mit der Spitze seines Eispickels aufzuhalten.
Henry war über ihm, noch immer auf der Crux. Er sah, wie Eric 6 Meter nach unten rutschte, dann weitere 3 Meter den Bergschrund nach unten viel – das ist die Spalte, die zwischen dem fließenden und nicht fließenden Eis eines Gletschers entsteht. Eric landete auf dem Rücken, verlor das Bewusstsein, rutschte in die Gletscherspalte und fiel weitere 9 Meter nach unten.
Henry musste Ruhe bewahren, während er seinen Abstieg fortsetzte und sich dorthin vorarbeitete, wo Eric in die Gletscherspalte gefallen war. Als er ankam und hinunterblickte, konnte er Eric nicht sehen. Er nahm seinen Rucksack ab, kletterte in die Spalte und begann, immer wieder nach seinem Vater zu rufen.
Als Eric aufwachte, lag er auf dem Rücken und hörte, wie Henry nach ihm rief. Er trug seinen großen Rucksack, in dem er zusätzliche Ausrüstung und Kleidung verstaut und außen seine Trekkingstöcke befestigt hatte. Erik ist sich sicher, dass der Rucksack seinen Fall wahrscheinlich abgeschwächt hat, und ihm die Stöcke zusätzlichen Halt und Stabilität geboten haben, sodass er sich nicht schwerer verletzt hatte.
Sein Instinkt als Vater setzte sofort ein. Er rief zurück: „Ich bin okay!“ Dann sah er sich um, erkannte Sonnenlicht und begann damit, sich ins Freie vorzuarbeiten. Er musste Schneebrücken zerbrechen, die seinen Weg blockierten, damit er hinausklettern konnte. An weitere Details erinnert er sich nicht.
Als Eric es geschafft hatte, machte Henry sich Sorgen. Sein Vater wusste nicht, warum sie hier waren oder wo genau sie waren. Außerdem hatte Eric extreme Schmerzen im Rücken und konnte nur schwer atmen. Er wies Henry an, den SOS-Notruf auf ihrem inReach Satelliten-Kommunikationsgerät zu aktivieren.
Sie wussten, dass sie an ihrer Position nicht gerettet werden konnten, da der Abhang zu steil war. Also gingen sie auf dem Gletscher weiter nach unten. Henry unterstützte seinen Vater beim Gehen und kommunizierte über das inReach mit Garmin Response℠ und dem Rettungsteam.

Der erste Rettungshubschrauber erreichte sie gegen 13:00 Uhr, konnte aber aufgrund des Geländes nicht landen. Die Teamleitung des Rettungsteams rief mich an und teilte mir mit, dass die beiden noch nicht geborgen werden konnten. Ein anderer Hubschrauber mit Winde würde losgeschickt werden.
Eric fand eine flache Stelle gerade unterhalb des Bergrückens, an der ein Hubschrauber vielleicht landen könnte, um sie zu bergen. Unterwegs informierte Henry alle per inReach über Erics Zustand und teilte uns ebenfalls mit, dass Eric Knochenbrüche erlitten hatte.
Das Rettungsteam schickte einen zweiten Hubschrauber los, der die Lage beurteilen sollte, aber das Team im Hubschrauber konnte die beiden nicht finden. Henry zog seine orange Jacke an und winkte gleichzeitig mit seiner reflektierenden Rettungsdecke. So konnte sie das Team am Bergrücken finden und ein weiterer Hubschrauber wurde mit Seilwinde zur Bergung geschickt.
Mittlerweile wurde es immer später und Eric machte sich Sorgen, dass sie an dem Tag nicht mehr gerettet werden würden. Er überlegte, ob sie an ihrer aktuellen Position ein Nachtlager aufschlagen sollten. Alternativ könnten sie versuchen, zum 3 Kilometer entfernten Basislager herabzusteigen.
Allerdings lag zwischen ihnen und dem Camp ein großes Felsenmeer. Eric war sich sicher, dass sie es in seiner Verfassung nicht überqueren könnten. Es dauerte weitere eineinhalb Stunden, bis der nächste Hubschrauber kam. Da eine Landung weiterhin nicht möglich war, wurden zwei Mitglieder des Rettungsteams abgesetzt.
Nach einer medizinischen Beurteilung wurde beschlossen, eine Taubergung durchzuführen. Eric und ein Mitglied des Rettungsteams wurden zuerst zum wartenden Rettungshubschrauber geflogen. Dann kehrte der Hubschrauber zurück, um Henry abzuholen. Er wurde zu einem weiteren Mitglied des Rettungsteams gebracht, das ihn zu einem Treffpunkt mit einem Familienfreund brachte, der ihn abholte.

Ich war um 20:30 Uhr bei Eric im Traumazentrum und Henry kam gegen Mitternacht nach Hause. Eric wurde am nächsten Tag entlassen. Seine 10. und 11. Rippe waren gebrochen, ebenso wie die Wirbel L1, L2 und L5. Es wird sich voraussichtlich vollständig erholen.
Rückblickend zeigt sich, dass mehrere Faktoren zu diesem großartigen Ergebnis geführt haben:
Da ist zunächst das inReach. Ohne das Gerät wäre die Situation wesentlich kritischer gewesen, da ich die beiden nicht vor Donnerstagabend oder Freitagvormittag zu Hause erwartet hätte. Henry hätte Eric zurücklassen und dann alleine mindestens 16 Kilometer zu einem Camp gehen müssen in der Hoffnung, dort jemand zu treffen, der ihm helfen könnte. Falls nicht, hätte er die gesamten 37 Kilometer zurück zum Auto gehen müssen, das am Anfang des Trails geparkt war.
Ich sollte auch erwähnen, dass Eric Battalion Chief bei der Feuerwehr ist. Ich konnte also direkt mit der Rettungsleitung Kontakt aufnehmen. Aber immer, wenn ich von der für das Rettungsteam verantwortlichen Person über die aktuelle Lage informiert wurde, hörte ich auch sofort von meinem Kontakt bei Garmin Response und mir wurden dieselben Informationen mitgeteilt. Eric hatte in seinem inReach Konto den Deputy Chief als zweiten Notfallkontakt eingerichtet, sodass er direkt Verbindung mit seinen Rettungskontakten aufnehmen konnte, falls uns Garmin Response nicht ausreichend über die Situation informierte (falls Eric jemals den SOS-Notruf aktivieren müsse). Das war aber völlig unnötig, da Garmin Response mich während des gesamten Notfalls immer auf dem Laufenden gehalten hat. Wenn wir anderen die Geschichte erzählen und sie dann darüber nachdenken, sich ein inReach anzuschaffen, erwähne ich das immer. Für mich war entscheidend, kontinuierlich über alles informiert zu werden. Immerhin waren drei Hubschrauber und ein Flugzeug an der Rettung beteiligt. Jetzt erzähle ich immer allen, wie großartig das Garmin Response Team ist, wenn der SOS-Notruf tatsächlich aktiviert wird.
Ein zweiter wichtiger Faktor ist die Tatsache, dass sie auf einen Notfall vorbereitet waren. Eric hat sichergestellt, dass Henry das inReach bedienen konnte. Er hatte außerdem dafür gesorgt, dass sie zusätzliche Kleidung dabei hatten, falls das Wetter umschlug und sie übernachten müssten.
Abschließend sind wir den fantastischen Leuten so dankbar, die ehrenamtlich im Rettungsdienst tätig sind und auf den Ambulanzflügen arbeiten. Sie sind wahre Helden. Ich kann nicht in Worte fassen, wie dankbar wir sind.
Mein Sohn war damals 16 Jahre alt. Danke, dass ihr sie gerettet habt.
¹ Aktives Satellitenabonnement erforderlich. In einigen Gerichtsbarkeiten ist die Verwendung von Satelliten-Kommunikationsgeräten gesetzlich geregelt oder untersagt. Es liegt in der Verantwortung der Benutzer*innen, alle geltenden Gesetze in den Gerichtsbarkeiten zu kennen und zu befolgen, in denen das Gerät verwendet werden soll.